Redebeitrag von Claudia Pabst-Dippel zum Thema Mobilfunk

Sehr geehrte Frau Vorsitzende, meine Damen und Herren, 

eine angemessene Mobilfunkversorgung gehört zu unserem Leben mittlerweile standardmäßig dazu. Und zwar in jedem Dorf und besonders im Hinblick auf die Anbindung der Jugend an die digitale Welt! Aber so sehr die Vorteile einer möglichst guten und flächendeckenden Mobilfunkversorgung auch hervorstechen, gibt es doch zunehmend auch Menschen, die zumindest zeitweise dieser Technik entsagen wollen oder sogar müssen.  Zuvorderst denkt man an unsere Kinder, die nicht selten mit zwei Handys ausgestattet mittlerweile suchtgefährdet sind. 

Etliche Ärzte und Wissenschaftler schlagen mittlerweile Alarm und zunehmend gibt es Anfragen nach Wohnungen und Feriengebieten für Elektrosensible.  Über die Forderung nach so genannten “weissen Zonen” kann man im Internet lesen. [Genauso findet man eine zunehmende Zahl von Studien zu Mobilfunkexposition und diversen Befindlichkeitstörungen und Symptomen.] Als exemplarisches Beispiel möchte ich nur die Empfehlungen der Ärztekammer Hamburg anführen, die u.a. schreibt, das mobile Telefon solle so oft wie möglich ausgeschaltet werden. Es ist also im Interesse der Bürger, dass die moderne Mobilfunk-technik wie es im Antrag von SPD und CDU steht ANGEMESSEN zur Verfügung steht. 

Jedoch sollten gesundheitliche Aspekte ebenso berücksichtigt werden. Entsprechende Rückzugsgebiete für elektrosensible Personen werden in einigen europäischen Ländern diskutiert, Hotels haben eine Nische entdeckt und das sogar in Berlin!  Die Möglichkeit in Waldeck-Frankenberg die Gegebenheiten und eine mögliche Mobilfunkkartierung zu nutzen, bietet sich meiner Meinung nach geradezu an. 

Der Tourismus – dieses Thema wurde ja schon beim TOP zum Radwegenetz hervorgehoben – verändert sich ständig, weitere Angebote in vielleicht NOCH unkonventionelle Richtungen dürften die Region in ihrer Attraktivität weiter steigern.

 

Danke sehr. 

Posted in Kreistagssitzung 21.09.2017.