Redebeitrag von Jan Nolte zum Thema Kreiskrankenhaus

Sehr geehrte Frau Vorsitzende, meine Damen und Herren,

Die ärztliche Versorgung ist in einem ländlichen Landkreis wie Waldeck-Frankenberg ein wichtiges Thema. Wir sind daher froh, dass das Kreiskrankenhaus Frankenberg und sein gut ausgebildetes Personal den Bürgern des Kreises zur Verfügung stehen.

Gerade angesichts dieser wertvollen Leistung für unsere Bürger möchte ich gleich zu Anfang betonen, dass es für die AfD-Fraktion eine Selbstverständlichkeit ist, dem Kreiskrankenhaus Frankenberg auch in schwierigen Lagen beizustehen.

Genauso wichtig ist uns aber ein verantwortungsvoller Umgang mit den Mitteln unseres Landkreises. Unser Ziel kann nicht nur sein, dem Kreiskrankenhaus heute zu helfen. Unser Ziel muss es sein, eine möglichst günstige wirtschaftliche Entwicklung zu ermöglichen und die Kommunikation zwischen Krankenhaus und Kreispolitik zu verbessern.

Wir führen heute diese Diskussion, um unseren Beitrag dazu zu leisten. Unsere Bemühungen und die des Krankenhauses müssen aber ineinandergreifen. Ich habe kein Verständnis dafür, dass das Thema

„Liquidität“ auf einer Aufsichtsratssitzung nicht angesprochen wird, nur weil es nicht auf der TO steht!

Die Geschäftsführung muss gewusst haben, auf welche Schieflage das Krankenhaus zusteuert. Wenn wir heute unsere Zustimmung zur finanziellen Unterstützung des Krankenhauses geben, dann ist das verbunden mit der klaren Forderung nach Transparenz!

Ich appelliere aber auch an die Beschäftigten des Kreiskrankenhauses, sich Umstrukturierungen und der Umstellung von Arbeitsabläufen, die eine höhere Wirtschaftlichkeit ermöglichen, nicht zu verschließen.

Auch wir möchten, dass das Kreiskrankenhaus schnellstmöglich finanzielle Hilfe erhält. Und auch wir möchten den Kreisausschuss damit beauftragen die für den Landkreis vorteilhafteste Art dieser Hilfe zu ermitteln.

Mit dem Bereitstellen von Geld darf es aber nicht getan sein. Eine Konsequenz dieser plötzlich offenbar gewordenen, finanziellen Schieflage des Krankenhauses, muss eine bessere Kommunikation zwischen Krankenhaus und Kreispolitik sein.

Und die erreichen wir, in dem wir zukünftig jeder Fraktion einen Platz im Aufsichtsrat des Kreiskrankenhauses gewähren. Da der Geschäftsführer des Kreiskrankenhauses in der letzten Finanzausschusssitzung andeutete, dass die finanzielle Entwicklung vom Aussichtsrat frühzeitig hätte erkannt werden können, wollen wir diesen mit mehr Fachkenntnis versorgen.

Wir fordern, dass an jeder Sitzung des Aufsichtsrates des Kreiskrankenhauses fortan ein Mitglied der Revision teilnimmt.

Die AfD-Fraktion ist entschlossen, dem Kreiskrankenhaus zu helfen. Dabei wollen wir zum einen die professionelle und harte Arbeit des Krankenhauspersonales würdigen und zum anderen unserer Verantwortung als Gestalter, die mit dem Steuergeld unserer Bürger arbeiten, gerecht werden.

Bitte stimmen Sie unserem Antrag zu

Vielen Dank

Posted in Kreistagssitzung 01.11.2017.