Redebeitrag Stefan Ginder TOP19 Jobtickets 18.06.2018

Sehr geehrte Frau Vorsitzende,

sehr geehrte Damen und Herren des Kreistages,

verehrte Gäste auf den Zuschauerrängen des Kreistages,

Wir werden den Antrag der GRÜNEN ablehnen!
Nicht durchdacht, noch nicht einmal der zaghafte Versuch zur Feststellung zusätzlich entstehenden Kosten wurde gemacht.
Gerade in Grenzregionen zeigt der Nahverkehr z.B. in Ferienzeiten seine Schwachstellen durch geänderte Fahrpläne.
Hier wird ein Berufspendler unliebsame Überraschungen erleben und unter Umständen mit öffentlichen Verkehrsmitteln nicht zur Arbeit kommen.
Die Beschäftigten des Landkreises haben sich zudem bereit erklärt, Ihren Privat-Pkw für Dienstfahrten einzusetzen. Daraus folgt, dass nicht ein Beschäftigter seinen PKW wirklich dauerhaft abschaffen wird, da er evtl. Dienstfahrten zu absolvieren haben wird.

Wenn diese Dienstfahrten in unserem Flächenkreis mit öffentlichen Verkehrsmitteln durchgeführt werden sollen, weiß jeder Kaufmann der rechnen kann, dass entweder die Mitarbeiter durch längere Dienstfahrten Arbeitszeit verbrauchen oder aber der Fuhrpark des Kreises aufgestockt werden muss, wenn immer mehr Beschäftige mit öffentlichen Verkehrsmittel zu Ihrer Arbeitsstelle anreisen.

Wollen wir das?
NEIN, daher auch NEIN zu dem Jobticket-Antrag der GRÜNEN. Denn dieser Antrag ist nichts anderes als ein weiterer Schritt hin zur Umsetzung der grünlinken Ideologie eines kostenlosen ÖPNV auf Rücken der Steuerzahler.

Wir sagen aber auch Nein zu diesem Antrag, weil er die gesellschaftlichen Ungleichgewichte weiter fördern wird. Warum soll ein Beschäftigter des Kreises nur aufgrund seiner Arbeitgeberwahl dadurch bevorzugt werden, kostenlos mit Bus und Bahn hessenweit fahren zu können, ein Angestellter eines Handwerksbetriebes aber bspw. nicht?

Diese Neiddebatte wollen wir nicht befeuern und werden daher diesen Antrag als das, was er ist, ablehnen: Ein Schaufensterantrag für den beginnenden Landtagswahlkampf.

Vielen Dank.

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