Redebeitrag Claudia Papst-Dippel TOP6 Babylotsen 29.10.2018

Sehr geehrter Herr Vorsitzender, meine Damen und Herren,

das Projekt Babylotsen ist uneingeschränkt zu begrüßen, weil hier ein zusätzliches Angebot für frisch gebackene oder werdende Eltern und Mütter eine Lücke schließt.

Im direkten und persönlichen Kontakt wird Hilfestellung angeboten und wenn nötig wird an weitere Stellen vermittelt.

Dabei ist der Präventionsgedanke wichtig und richtig, Prävention steht immer vor späterer, eventuell kritischer Intervention.

Ich möchte aber noch anmerken, dass Hausgeburten und wenn ich es richtig verstanden habe auch Geburtshäuser nicht erfasst werden. Die Hausgeburt ist aber im Normalfall die beste aller Entbindungsarten und sie wird nachgefragt, erkundigen Sie sich bei den Hebammen hier und in anderen Landesteilen. Hier (bei Hausgeburten und Geburten im Geburtshaus) greift dann der, in Punkt eins der Beschlussvorlage genannte Kontakt der Städte und Gemeinden trotzdem.

In Volkmarsen wäre ein Babylotse zumindest zur Ferienzeit besonders wichtig, denn dort ist selbst die Nachsorge durch Hebammen nicht durchgehend gesichert.

Die AfD begrüßt das Projekt Babylotsen weil es im persönlichen Gespräch Hilfebedarf ermittelt und ein mögliches Hilfebedürfnis zum richtigen Zeitpunkt befriedigt.

Ich hoffe allerdings, dass dieser Bedarf zu frühen Hilfen gerade im psychosozialen Bereich nicht weiter anwächst. Ich selbst habe mich damals, als meine Kinder kamen, mit den Hilfen aus meiner Familie gut aufgehoben gefühlt.

Allein aus Gesprächen mit Hebammen weiß ich, dass es seltener wird, dass Großeltern und andere Familienmitglieder helfen oder es überhaupt zeitlich können. Dieses Problem, meine Damen und Herren, sollten die Familienpolitik durch Entlastung von Familien angehen.

Teil eins des heute vorliegenden Beschlussvorschlages wurde zum Teil kritisch diskutiert. Es ist meiner Meinung nach ein guter Weg, dass Städte und Gemeinden, sofern sie nicht schon so verfahren, gebeten werden frisch gebackene Eltern nicht nur zu beglückwünschen.

Der Hinweis auf Beratungsangebote und konkrete Hilfen ist wichtig und sollte auch mit einer schriftlichen Information untermauert werden.

Hier bietet sich auch der Familienkompass des Landkreises an, in dem man umfassend und ansprechend auf diverse Beratungsangebote hingewiesen wird. Wenn dieser Kompass immer so aktuell wie möglich gehalten wird, stellt er eine gute Ergänzung für eine Kontaktaufnahme der Städte und Gemeinden dar. Gegen einen Onlineauftritt des Familienkompasses ist nicht zu sagen.

Vielen Dank.

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