Fragestunde im Kreistag vom 22.09.2016

  • Hakola Dippel
  • Frage:

Nach Meldungen der HNA (siehe u.a. hier  http://www.kassellive.de/2016/08/24/noch-ueber-1000-fluechtlinge-ohne-asylantrag/)leben im Landkreis Kassel immer noch über 1000 Flüchtlinge, die noch keinen Asylantrag gestellt haben.

Wie viele Flüchtlinge leben in unserem Landkreis, die auch noch keinen Asylantrag gestellt haben?

  • Antwort:

Im Landkreis Waldeck-Frankenberg laufen derzeit die organisatorischen Vorbereitungen, dass die Flüchtlinge, die bisher noch keinen formellen Asylantrag stellen konnten, dies in den nächsten Wochen nachholen können.

Nach einer Liste des Regierungspräsidiums Gießen vom 15.08.2016 trifft dies auf 1.578 volljährige, dem Landkreis zugewiesenen Flüchtlinge zu.

  • Bernd Kutting
  • Frage:

Welche Vorsorgemaßnahmen wurden getroffen, oder sind geplant, um bei einem Blackout die Versorgung, besonders die Wasserversorgung der Bevölkerung sicher zu stellen?

  • Antwort:

Sehr geehrter Herr Dr. Kutting, mit Blackout meinen Sie vermutlich einen Stromausfall in dessen Folge dann auch die Pumpen der Wasserversorger ausfallen. In der Regel werden Stromausfälle in wenigen Stunden behoben. Aber in Notsituationen kann es durchaus Tage dauern, bis der Strom wiederverfügbar ist.

In der ersten Zeit nach einem Stromausfall gibt es mit der Wasserversorgung keine Probleme. In der Regel fließt das Wasser vom Hochbehälter zu den Verbrauchern im freien Gefälle. Pumpen und damit Strom sind dafür nicht erforderlich. Bei länger andauernden

Stromausfällen können Pumpen mit Notstrom versorgt werden. Stromerzeuger sind flächendeckend bei den Feuerwehren vorhanden. Dazu kommen Großstromerzeuger beim Katastrophenschutz und den Energieversorgern.

Darüber hinaus ist die Versorgung mit Trinkwasser durch Tankfahrzeuge oder Wasseraufbereitungsanlagen möglich. Im Umkreis von 150 km um Korbach werden vom THW bei 7 Ortsverbänden mit der Fachgruppe Trinkwasserversorgung Trinkwasseraufbereitungsanlagen vorgehalten.

Die Konzeption der Bundesregierung sieht aber auch Vorsorgemaßnahmen in der Eigenverantwortung von jedem einzelnen Bürger vor. Ein Vorrat von 14 Liter Flüssigkeit wird pro Person und Woche empfohlen.

Posted in Kreistagssitzung 22.09.2016.